Was sind die kardiovaskulären Risikofaktoren?
CV-Risikofaktoren können in zwei Gruppen eingeteilt werden. Die wichtigsten und bekanntesten Risikofaktoren sind:
- arterielle Hypertonie,
- Hypercholesterinämie,
- Diabetes mellitus,
- Zigarettenrauch,
- männliches Geschlecht,
- Familiengeschichte von CV-Erkrankungen,
- Alter über 65 Jahre.
Das Vorhandensein eines oder mehrerer dieser Risikofaktoren kann schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse über 90% hinaus vorhersagen.
Darüber hinaus werden weitere sogenannte „geringfügige“ Risikofaktoren anerkannt, darunter:
- ethnische Zugehörigkeit
- Fettleibigkeit (erhöhter Body-Mass-Index oder Bauchumfang)
- sitzender Lebensstil
- emotionaler und/oder beruflicher Stress
- Hypertriglyceridämie
- niedrige HDL-Cholesterinwerte
- metabolisches Syndrom
- erhöhte Werte von Apolipoproteinen, Harnsäure, C-reaktivem Protein und anderen Entzündungsmarkern
Das Vorhandensein eines oder mehrerer dieser Risikofaktoren definiert das kardiovaskuläre Risikoprofil der Person weiter und ermöglicht die rechtzeitige Erkennung als Patient mit einem höheren Risiko für die Entwicklung kardiovaskulärer Ereignisse.
CV-Risikofaktoren können auch in veränderbare (Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämie, Hyperglykämie) und nicht veränderbare (Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, familiäre Vorgeschichte von CV-Erkrankungen) unterteilt werden. Bei ersteren ist es möglich, sowohl durch Änderungen des Lebensstils als auch durch eine pharmakologische Therapie einzugreifen, um deren Werte zu senken und eine wirksame Kontrolle der einzelnen Faktoren zu ermöglichen; Letztere können nicht beeinflusst werden, daher müssen sie bei der Bestimmung des CV-Risikoprofils und ihrer möglichen Wechselwirkungen mit anderen Risikofaktoren berücksichtigt werden.
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